|
Zeltlager 2002 - Der pädagogische
Bericht
Sommerlager 2002 auf dem Gugel (Herrischried/Baden-Württemberg)
An diesem Sommerlager auf dem Gugel nahmen
57 Pfadfinder teil. Die Kinder waren im Alter von 8 -17 Jahren.
Ziel und Zweck des Lagers in Kurzform:
Durch die Neugründung einer Wölflingsstufe sah die Leiterrunde
das primäre Ziel in der Integration der "neuen"
Wölflinge in das Leben in einem Zeltlager mit allen Konsequenzen
(z.B. Nachtwachen zur Verantwortungsübernahme für andere,
Kochdienste zur Vermittlung des Gemeinsamkeitsgefühls, Schaffung
eines Lagerrates zur Verwirklichung der Kindermitbestimmung im
Stammesleben, Durchführung eines Hajks zur Selbstvertrauensbildung
und viele Spiele und andere kleine und große Erlebnisse,
die der Gruppendynamik dienlich sind).
Neben diesem primären Ziel verfolgte sowohl die Lagerleitung,
als auch die gesamte Leiterrunde Sekundärziele, die in ihrer
Wichtigkeit nicht weit hinter dem Primärziel einzuordnen
sind. Wir trainierten:
- Pfadfinderische Elemente, wie z.B.
- Lagerfeuer,
- Gesang,
- Morgen- und Abendrunden
- gemeinsame Gespräche über Altersgrenzen hinweg,
- erstellen von Lagerbauten,
- Knoten,
- Nachtwanderungen,
- Stille
- Zuhören ...
- Den Umgang mit Karte und Kompass zu üben,
erwies sich als vorteilhaft, um den Hajk gut durchzuführen.
- Der Hajk dient hauptsächlich der Verantwortungsübernahme,
der Selbstvertrauensbildung, der Übung von Rücksichtnahme
und natürlich dem Abenteuer
- Durch das Leben in und mit der Natur versuchten
wir das Bewusstsein der Kinder für die Umwelt zu schärfen.
Dieses Ziel setzten wir durch aktive Müllvermeidung, Mülltrennung,
verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, Ressourcenschonung
etc. um.
- Ein weiteres Ziel war es, die Zusammenarbeit der
Gruppe in Grenzsituationen zu verbessern (z.B. Hajk, Verletzungssituationen...)
- Durch die Zusammenarbeit des Lagerrates mit der
Leiterrunde erhoffen wir uns den nachhaltigen Effekt der Harmonisierung
der Gruppenstundensituation im Verhältnis Leiter - Gruppe.
- Reflektiertes Handeln sehen wir als ein sehr wichtiges
Ziel eines Lagers, da in der Gruppenstundensituation viele Konstellationen
so wie im Lager nicht vorkommen.
- Verantwortung für andere zu übernehmen
wird bei uns spielerisch geübt (z.B. durch die Vorbereitung
eines großen Spiels (Lagerolympiade, Wald-Spiel) oder durch
Nachtwachen gelernt.
Diese erlernte Gemeinschaft soll in die Gruppenstunden transferiert
werden um so das Zusammenleben der Gruppe nachhaltig zu verbessern
und für Neuerungen und Randsituationen offen zu sein.
Die erlebte Lagersituation und die nachgefolgten Reflexionen haben
im Nachhinein ergeben, das die oben aufgeführten Ziele teils
erreicht wurden aber wir sind dem Ziel durch dieses Lager erheblich
näher gekommen, die Welt ein klein wenig besser zu hinterlassen,
als wir sie vorgefunden haben.
|