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Zeltlager 2002 - Unser Leben,
auf Wolke 13!
Wenn man bedenkt, dass Baden-Württemberg
gemessen an Sonnentagen, die meisten im Jahr hat, dann war unsere
Entscheidung eigentlich richtig dort ein Zeltlager zu machen.
Wer rechnet schon mit solch einem Sch
Wetter?
Juhu, wir fahren in den Schwarzwald und das recht südlich
und sehr hoch!
Prima Entscheidung, die Wegstrecke des Nachts zu bewältigen!
Kinder schlafen, Leiter sind nicht all zu genervt und wenn du
aufwachst bist du schon da!
Ab Ulm wurde unser Optimismus von schönem Wetter stark getrübt
und so blieb es auch einige Zeit ( genau 216 Stunden Regen ).
Zuerst dachten wir, ach morgen wird es schön, aber leider
war dem nicht so!
Also mach das Beste draus!
Ein Aufschrei ging über dem Zeltplatz: Wer hat die
Alternativplanung verlegt? Was machen wir bei diesem Sch
Wetter!
Erstmal lange schlafen und wenn wir aufwachen scheint die Sonne!
Pustekuchen, man kann den Kopf nicht ins Kissen stecken und warten
bis schönes Wetter wird!
Hier wurden die wahren Leiter geschmiedet. Mach was draus, zeig
was du kannst, sei lieb, auch wenn dir das Wasser in alle Öffnungen
deines Regenmäntelchens läuft!
Die erste Anlaufstelle in solch einer Situation ist immer ein
Zelt!
Egal ob Küchenzelt ( hier ist es bekanntlich am wärmsten
und trockensten ) Aufenthaltszelt, Leiterzelt oder irgendein trocknes
Örtchen.
Aber leider rechneten wir nicht mit der Tücke des Objekts,
was von oben kommt fällt nach unten und wenn viel von oben
kommt, kommt auch viel unten an.
Dementsprechend sahen dann auch die Anlaufstellen untenherum aus
und gar nicht zu reden von den Anläufern!
Viele Füße treten viel Matsch los!
Ja, aber irgendwann und irgendwie muss doch mal die Sonne scheinen,
das kann doch einfach nicht wahr sein!
Hat sie ja auch getan, aber nur mal so zwischendurch um uns freundlich
zu stimmen und wenn wir dachten, so das wars, jetzt wird
es so bleiben, wurden wir am nächsten Morgen eines besseren
belehrt: Regen, nein das war kein Regen, das war eine riesengroße
Wolke, die mit uns das Zeltlager verleben wollte.
Es war nicht zum aushalten, bestand denn das Lagerleben nur aus:
Socken trocknen, Hosen trocknen, Schuhe trocknen und Kids bei
Laune halten!
Ein Pfadi gab schon seiner Mutter recht, und das will viel heißen,
Hätte ich doch auf meine Mama gehört und Gummistiefeln
eingepackt!
Unser Einkaufsmensch bekam dafür fast keine feuchten Socken
aber dafür das Mitleid der Ureinwohner: So was gab
es ja noch nie, ihr Armen da oben, aber seid froh, dass ihr oben
seid, stellt euch vor ihr wärt im Tal!
Na gut, unsere miese Situation wurde gesehen und es wurde auch
reichlich geholfen!
Und die letzten 4 Tage kam, was kommen musste: die Sonne!
Hei, war das ein Vergnügen, aber völlig ungewohnt. Die
Kids wollten es immer noch nicht glauben und einige Wölflinge
waren sehr misstrauisch, denn sie zogen ihre Gummistiefel erst
mal nicht aus, vielleicht dachten sie das wäre ein Scherz!
Aber das war kein Scherz, es war Sonne, richtige schöne fette
Sonne und jetzt konnten wir zeigen, was wir noch so alles drauf
hatten!
Die Zelte konnten schön in der Sonne trocknen, der Matsch
änderte seine Konsistenz und es wurde richtig schön,
war ja auch so angedacht!
Selbst das sonst verhasste Einpacken ging mit Sonne problemlos!
Leider mussten wir wieder nach Berlin, denn die Schule rief ganz
laut, Kinder ihr müsst lernen: lernen, hatten wir nicht schon
genug gelernt?
Ach so, wäre vielleicht noch zu erwähnen:
Der arme Nachtrupp hatte ja auch noch ein Probleme mit dem fahrbarem
Untersatz ( Laster ), dieser gab nämlich nach einigen Kilometern
den Geist auf und wollte unser gesamtes Lagermaterial nicht nach
Hause fahren, aber da hat der Laster die Rechnung mit den falschen
Leitern gemacht, wenn du nicht willst dann bleibst du eben hier
und kommst eine Woche später nach!
Vielleicht brauchte er nur noch ein paar Tage Sonne?
Im Nachhinein gesehen war es ein schönes Lager trotz aller
Widrigkeiten, wie gesagt wir haben gelernt; wie mach ich das Beste
aus einer schier Unauswegsamen Situation!
UFW
Stamm Don Bosco: immer noch ein wenig muffig riechend!
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